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Erklärung von Fachausdrücken
in der Gärtnerei
Auge: Triebanlage, Knospe
Ausläufer: Ober- oder
unterirdische lange, dünne Seitensprosse, die sich bewurzeln
und neue Pflanzen hervorbringen. Erwünscht zur Vermehrung
(z. B. Erdbeeren), oft aber auch lästig wegen starker
Ausbreitung der Ausläufer bildenden Pflanzen.
Baum: Gehölz mit deutlich
ausgeprägtem Hauptstamm und Krone, bestehend aus Seitenästen
und deren Verzweigungen.
Flor: Blüte, Gesamtheit
der Blüten. Bei manchen Pflanzen kann man deutlich eine
Phase des Hauptflors und einen etwas schwächeren Nachflor
unterscheiden.
Gefüllte Blüten: Bei
einfachen Blüten (z. B. einer Wildrose) umhüllt nur
ein Kreis von Blütenblättern die Staubblätter und Stempel.
Bei gefüllten Blüten (z. B. Edelrose) kommen nach innen
weitere Blütenblattkreise hinzu; je nach deren Anzahl
wirken die Blüten halb oder ganz gefüllt.
Halbschatten: Kennzeichnet
einen Pflanzenstandort, der entweder etwa die Hälfte
des Tages im Schatten liegt oder ganztägig leicht beschattet
ist.
Knospe: Von Hüllblättern
(Knospenschuppen) geschützter Wachstumspunkt, auch Auge
genannt. Beim Austrieb entstehen daraus Seitensprosse,
Blüten oder Blätter.
Rabatte: Schmales, lang
gezogenes, oft einseitig begrenztes Beet.
Rankpflanze: Kletterpflanze,
die sich mit Blatt- oder Sprossranken an Quer- wie Längsstreben
festhalten kann, z. B. Waldrebe, Duftwicke.
Rispe: Blütenstand, bei
dem mehrere verzweigte Nebenachsen entlang einer Hauptachse
stehen. Alle Nebenachsen und Verzweigungen tragen Einzelblüten.
Dolde: Blütenstand aus
mehreren Einzelblüten, deren Blütenstiele an einem Punkt
der Hauptachse entspringen und gleich lang sind.
Einjährige: Einjährige
Pflanzen kommen im Jahr der Aussaat zur Blüte und, soweit
zur Befruchtung fähig, zur Frucht- und Samenbildung;
danach sterben sie ab. Hierzu zählen neben zahlreichen
Sommerblumen die meisten Gemüse sowie einige Kräuter.
Halbstrauch: Mehrjährige
Pflanze, bei der die unteren Sprossteile mit der Zeit
verholzen, die oberen dagegen krautig bleiben; z. B.
Himbeere, Lavendel.
Immergrün: Die meisten
Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze wie Buchs werfen
ihre Blätter nicht im Herbst ab, sondern erneuern ihr
Laub in unauffälligen Schüben, teils nur im Abstand
von mehreren Jahren.
Saurer Boden: Kalkarmer
Boden mit pH-Wert unter 5,5
Schlingpflanze: Kletterpflanze,
die sich an senkrechten Stützen empor windet, z. B.
Geißblatt, Blauregen.
Sommerblumen: Alle kurzlebigen
Blüher, die nur eine Vegetationsperiode überdauern,
nämlich Einjahrsund Zweijahrsblumen.
Sommergrün: Sommergrüne
Geholzt werfen im Herbst ihr Laub ab und bringen erst
beim Austrieb im Frühjahr neue Blätter hervor.
Spreizklimmer: Kletterpflanzen,
die sich mit langen Trieben in die Höhe schieben und
mit Stacheln, Dornen oder Klimmhaaren an einer rauen
Unterlage festhalten können, z. B. Kletterrose, Winterjasmin.
Sotitärpflanzen: Gehölze
oder große Stauden, die in Einzelstellung gut zur Geltung
kommen und einen besonderen Blickpunkt darstellen.
Stauden: Mehrjährige,
krautige (nicht verholzende) Pflanzen; dank ausdauernder
Wurzeln oder Wurzelstöcke (Rhizome) treiben sie nach
- meist winterlicher - Ruhepause immer wieder neu aus.
Strauch: Gehölz mit mehreren
gleichrangigen Ästen, die der Basis entspringen; anders
als beim Baum kein Hauptstamm.
Trugdolde: Blütenstand
aus mehreren Einzelblüten. Ähnlich wie Dolde, die Blütenstiele
sind jedoch ungleich lang und entspringen nicht alle
demselben Punkt der Hauptachse.
Veredlung: Bei den meisten
Obstbäumen und Rosen handelt es sich um Veredlungen.
Ein veredeltes Gehölz besteht aus zwei verschiedenen
Pflanzen, die miteinander verwachsen sind. Die so genannte
Unterlage, meist eine robuste Wildart, steuert Wurzeln
und Stammbasis bei. Darauf wird ein Reis (junger Trieb)
oder Auge der gewünschten Zuchtform (Edelsorte) eingesetzt.
Die Veredlungstelle bleibt später meist als leichte
Verdickung erkennbar.
Wintergrün: Auch halbimmergrün
genannt. Wintergrüne Gehölze und Stauden bilden zwar
jährlich neues Laub, werfen jedoch - zumindest in milden
Wintern - die alten Blätter erst beim oder nach dem
Neuaustrieb im Frühjahr ab.
Zwergstrauch: Kleinwüchsige
Strauchform, die auch nach Jahren kaum höher wird als
0,5 m.
Arten sind die »Pflanzen
als solche«; Beispiel: Kaisernelke und Federnelke sind
zwei verschiedene Arten der Gattung Dianthus.
Sorten sind spezielle
Züchtungen von Pflanzenarten und tragen oft fantasievolle
Namen, die in einfache Anführungszeichen gesetzt werden.
Beispiele: Dianthus chinensis `Feuersturm' bezeichnet
eine rot blühende, Snowflre eine weiße Kaisernelkensorte.
Sorten können sich nicht nur in der Blütenfarbe, sondern
auch in Wuchshöhe und -form, ja sogar in ihren Standortansprüchen
unterscheiden.
Zweijährige: Zweijahrsblumen
werden meist im Sommer vorgezogen und im Herbst gepflanzt,
blühen nach Überwinterung im darauf folgenden Jahr und
sterben danach ab, z. B. Stiefmütterchen, Tausendschön.
Hybriden sind Kreuzungen
aus mehreren Arten, die die Vorzüge ihrer unterschiedlichen
Eltern in sich vereinen und quasi eine eigene, beständige
Art darstellen, z. B. die Dahlia Hybriden, streng botanisch
auch als Dahlia x hortensis geführt. Bei F,-Hybriden
handelt es sich dagegen um Kreuzungen verschiedener
Sorten (häufig bei einjährigen Blumen und bei Gemüse),
die nicht weiter vermehrt werden können.
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