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Sorgfältige Planung sowie rechtzeitiges Pflanzen und Pflegen sind wichtige Schritte auf dem Weg zum eigenen Gartenparadies.

Gartenarbeiten sind Terminsache. Vieles kann man nur innerhalb recht enger Zeiträume mit Aussicht auf Erfolg durchführen. Zu spät gepflanztes Gemüse z. B. reift nicht mehr aus, bei zu großen Gießpausen verkümmern die Pflanzen, und lange versäumtes Rasenmähen macht hinterher eine Menge Mehrarbeit. Umgekehrt heißt das aber auch: Gutes Vorausplanen und »Timing« spart letztlich unnötige Mühe, macht alle Gartenaktivitäten erfolgreicher und verhilft somit zu mehr Spaß am eigenen Grün.

Wer noch kaum gegärtnert hat, muss sich erst einmal an etwas gewöhnen, das dem Zeitgeist ziemlich entgegensteht: Zum Gärtnern gehört Geduld. Von wenigen Pflanzen einmal abgesehen, entwickeln sich Gartenpflanzen eher langsam. Stauden etwa werden erst mit den Jahren wirklich ansehnlich, und anfangs zarte Bäumchen wachsen mit der Zeit zu Schatten werfenden Riesen heran. Das alles verlangt schon etwas vorausschauende Fantasie. Geduld ist auch aus anderem Grund gefragt: Es dauert einige Zeit, bis man die nötige Routine entwickelt hat und abschätzen kann, welchen Aufwand bestimmte Pflanzen und Gartenbereiche benötigen. Nehmen Sie sich deshalb für den Anfang nicht zu viel vor, das kann leicht die Freude am Gärtnern vermiesen. Dies gilt auch für manche Misserfolge, die sich bei aller guten Planung und Informiertheit nie ganz ausschließen lassen. Denn Pflanzen sind lebende Wesen und haben so ihre Eigenheiten. Letzteres gilt ganz besonders auch für das Wetter, von dem die Pflanzenentwicklung ja entscheidend abhängt.

Planen in Sachen Garten kann zweierlei heißen: Es betrifft zum einen die Gestaltung und Fortentwicklung der Bepflanzung, zum andern das Einteilen der Arbeiten im Jahreslauf. Zunächst einige grundsätzliche Hinweise zur Gartenplanung. Für alle längerfristigen Neu- oder Umgestaltungen sind folgende Vorüberlegungen wichtig:

•       Standort: Sind Licht- und Bodenverhältnisse die geplante Pflanzung geeignet?

•       Angestrebte Gartenfreuden

•       Zeitaufwand: Was kann ich gut bewältigen?

•       Gartenzierde: im Jahreslauf Gibt es zu bestimmten Zeiten auffällige Blüten-Löcher?

Das Wetter wird freilich selbst bei bester Terminierung immer wieder mal einen Strich durch die Rechnung machen. Beträchtliche Klimaunterschiede gibt es zum einen zwischen verschiedenen Jahren, zum anderen zwischen verschiedenen Regionen, etwa zwischen Alpenvorland und Rheintal. Gerade im Frühjahr kann die Pflanzenentwicklung in rauen Lagen gut vier Wochen später einsetzen als in milden Regionen. Über die Verhältnisse vor Ort gibt übrigens ein regelmäßig geführtes Gartentagebuch inklusive Wetternotizen hervorragend Auskunft. Und nicht nur das: Wenn Sie beständig notieren, was Sie wann gesät, gepflanzt, gedüngt, geschnitten oder geerntet haben, verfügen Sie schon nach wenigen Jahren über wertvolle Informationen für Ihre Gartenpraxis. Denn welche Blumen oder Gemüse an bestimmten Stellen in Ihrem Garten optimal oder nur mäßig gedeihen, welche Pflegemaßnahmen am meisten bringen - das kann Ihnen keine Zeitschrift, kein Buch so gut verraten wie Ihre eigenen, im Gartentagebuch festgehaltenen Erfahrungen.

Unser Link zum Thema: Gartenplanung


 

 
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